Limousin

Die Limousin-Rasse hat ihre Heimat in den weniger fruchtbaren Mittelgebirgslagen Südwestfrankreichs. Ein Herdbuch wurde 1886 gegründet. Zunächst stand die Verwendung als Zugtier im Vordergrund. Die Umzüchtung zum Fleischrind fand ab 1900 statt.

Es ist einfarbig hellrot bis dunkelrot, Maul und Augenumgebung sind aufgehellt. Die Tiere sind sehr robust und genügsam. Deshalb eignet sich diese Rasse gut zur Nutzung von extensivem Grünland. Der leichte Geburtsverlauf ist eine besondere Eigenschaft dieser Rasse.

Der relativ kleine Verdauungsraum, verbunden mit feinem Knochenbau und großer Fleischfülle garantiert eine hohe Ausschlachtung bei den Limousin-Tieren. Die Limousin-Tiere haben eine geringe Fettabdeckung, aber die Fetteinlagerung in den Muskeln bei ausgemästeten Tieren ist gut. Diese Eigenschaft, verbunden mit einer zarten Fleischfaser, ergibt eine gute Fleischqualität.

 

Die Rassenbeschreibung


Gewicht

Kuh ausgewachsen: 650 - 750 kg
Stier ausgewachsen: 1000 - 1200 kg

 

Grösse

Kuh ausgewachsen   135 cm - 140 cm

Stier ausgewachsen  145 cm - 155 cm

 

Rassetypische Merkmale:

- mittlere Grösse, einheitlich helle bis dunkel rostrote Färbung, keinerlei Flecken erlaubt, rosa Schleimhäute ohne Pigment

- ziemlich kurzer, kompakter Kopf, breite Stirn, nach vorn und an den Enden leicht nach oben gebogene Hörner

- gut bemuskelte Vorderhand mit breitem Widerrist

- gerader Rücken, sehr muskulöse Hinterhand, fleischige, runde und tief in die Hessen übergehende ausgeprägte Keule

- langes, leicht abfallendes Becken mit guter Breite

- solide feste Gliedmassen, dünne geschemeidige Haut, helle harte Klaue